Wie verhält man sich als Angehörige:r von Alkoholiker:innen? Tipps & Strategien
Trinkt mein:e Angehörige:r zu viel? Ab wann ist man alkoholkrank?
Familienmitglieder sind häufig die Ersten, die bemerken, wenn jemand übermässig Alkohol konsumiert. Daher sind sie oft diejenigen, die den Betroffenen am ehesten darauf ansprechen können. Diese Rolle ist äusserst wichtig.
Zu unterscheiden sind zunächst:
a) Alkoholmissbrauch, ein problematischer Konsum von Alkohol, der zu negativen Konsequenzen führt, jedoch ohne eine physische oder psychische Abhängigkeit zu entwickeln.
b) Alkoholismus, eine chronische Erkrankung, die sich durch eine physische und psychische Abhängigkeit von Alkohol äussert und schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person hat.
Es gibt einige Anzeichen und Symptome, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können:
- Häufiges Trinken in grossen Mengen
- Verlust der Kontrolle
- Entzugserscheinungen
- Veränderungen im Verhalten
- Gesundheitsprobleme
- Verheimlichen des Konsums
- Hoher Zeitaufwand für Konsum und Beschaffung von Alkohol
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr:e Angehörige:r Alkoholiker:in sein könnte, nehmen Sie unsere professionelle Hilfe in Anspruch!
Kommunikation und Umgang: Wie spricht man mit Betroffenen über den Konsum?
Die Kommunikation mit alkoholabhängigen Angehörigen kann herausfordernd sein. Sie sind selten direkt dazu bereit, ihr Trinkverhalten zu ändern, um ihre Alkoholprobleme zu überwinden. Offenheit und Verständnis sind in jedem Gespräch mit dem Suchtkranken massgeblich. Sprechen Sie die betroffene Person im Idealfall in einem Moment an, wenn sie nicht getrunken hat:
- Ruhiges und respektvolles Gespräch von Mensch zu Mensch: Vermeiden Sie Vorwürfe und Schuldzuweisungen zum Alkohol-Konsum.
- Ich-Botschaften verwenden: Sprechen Sie aus Ihrer eigenen Sicht.
- Konkret und sachlich bleiben: Beschreiben Sie spezifische Situationen und Verhaltensweisen in neutralem Ton.
- Geduld zeigen: Veränderung braucht Zeit.
Sie sind nicht hilflos: Wir begleiten Sie!
Als nahestehende Person können Sie durch Ihr eigenes Verhalten einen positiven Einfluss auf die Umstände nehmen, indem Sie konsistent bleiben, Selbstfürsorge betreiben, klare Grenzen setzen und professionelle Hilfe von uns einbeziehen.
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